Editorial
Die Beitritts-Frage
von Gret Haller
Un-Worte wie „schleichender Beitritt“ und „EU-Turbo“ prägen die EU-Debatte. Sie verhindern eine rationale Diskussion über unser Verhältnis zu Europa.

Ein neues Un-Wort geht um in der Schweiz: "Schleichender Beitritt" heisst es und bezieht sich natürlich auf die Europäische Union. Jetzt soll man Farbe bekennen, für – oder eben lieber gegen einen Beitritt. Es gibt gute Gründe – selbst für EU-Befürworter –, gegen einen baldigen EU-Beitritt zu sein. Die Union befindet sich in verschiedener Hinsicht in einer Krise, Schulden-Krise Griechenland, Euro-Krise generell, Lähmung des weiteren Ausbaus demokratischer Institutionen, um vom Krisenmanagement in den flüchtlings- und sicherheitspolitischen Bereichen schon gar nicht zu reden.

Aber es gibt auch gute Gründe, warum man einen EU-Beitritt in nicht all zu ferner Zeit befürworten kann. Am häufigsten wird das Argument genannt, dass ein Grossteil der Schweizerischen Gesetzgebung von der EU übernommen werden müsse. Es sei doch abwegig, dass man bei der Verabschiedung dieser Gesetze…
Un-Worte wie „schleichender Beitritt“ und „EU-Turbo“ prägen die EU-Debatte. Sie verhindern eine rationale Diskussion über unser Verhältnis zu Europa.

Ein neues Un-Wort geht um in der Schweiz: "Schleichender Beitritt" heisst es…
Aussenpolitische Debatte

Bild: sga-aspe
Programmierung: macREC GmbH | Layout: Atelier Lapislazuli